- Unpapa-Blog 2010 - 30.12.2010: Heuchler - 31.12.2010: Ende - 01.01.2011: Auf ein Neues - 04.01.2011: Unicef-Film - 05.01.2011: Unrühmliche Jugendämter - 06.01.2011: Verdammt lang her - 07.01.2011: Sebbzehn Froore - 08.01.2011: T-Shirt - 10.01.2011: Mörder - 11.01.2011: 5 Minuten - 11.01.2011 21:28: Aufgeben? -
- März 2012: Mord verjährt nicht - April 2012: PAS ins StGB! - 04.11.2012: Der kleine Unterschied -

01.10.2011: Auf ein Neues

Vater und Sohn; Entdeckung einer Schlitterbahn; O.E. Plauen; Sonderbriefmarken Deutsche Post 2003, Q: Wikipedia.de

Egal wer welchen Blödsinn verzapft, Vater oder Sohn, die beiden halten zusammen. Tatsächlich "Die wunderbarsten Geschichten seit es Väter und Söhne gibt. Wenn sich Unpapa recht erinnert, taucht allerdings auch in keiner einzigen eine Mutter auf. Auch eine Mutter müßte die Vater-Sohn-Beziehung natürlich nicht "stören" (genausowenig, wie umgekehrt), aber sie kann es - und wenn es noch so blödsinnig ist.

04.01.2011: UNICEF-Kurzfilm Recht auf Familie

Ein Film, bei dem der Vater "freiwillig" ausradiert, gelöscht wird, ist auch bei der Unicef hingegen ebensowenig zu finden, wie das Credo "Es kommt nur auf die Kinder an." (Zitat Jugendamt $%, Herr B., 2009/2010). - "Danke" übrigens. Das war die naive "Bestätigung, die die Mutter haben wollte und gerne immer wieder zitiert.

Von Stund an redeten die Kinder keinen Ton mehr mit ihrem Vater. Nimmt man also schlicht das "was hinten rauskommt" zum Maßstab, soll man dabei dann tatsächlich immer noch von einem wahrhaft überwältigenden Beweis soziologischer Kompetenz des "Sachbearbeiters" ausgehen? Ein Vater (oder analog sicher auch eine Mutter) gehört in der Vorstellung des zuständigen Bearbeiters aber offenbar ganz grundsätzlich nicht so wichtig zum vermeintlichen "Kindeswohl", als daß dies auch nur irgendeine Anstrengung seinerseits und seitens der Kinder "wert" gewesen wäre.

Da scheint jemand entweder seinen Auftrag mißzuverstehen oder gar nicht zu kennen. Vielleicht doch nochmal nachlesen: SGB VIII? (Hilfreiche Erläuterungen finden sich u.a. hier.)

05.01.2011: Zur event. auch unrühmlichen Rolle von Jugendämtern - Erfahrungen

Hinweise wie vorstehend und folgend "traut" sich auch der Unpapa-Autor natürlich erst, nachdem er sich für seine Kinder und sich selbst ohnehin nichts mehr vom Jugendamt verspricht und "eingesehen" hat, daß dessen Einschaltung in seinem "Fall" wohl der größte Fehler war, den er begangen hat. Gerechterweise muß er einschränkend anfügen, daß er einfach auch Pech mit dem Sachbearbeiter oder dem zuständigen JA gehabt haben könnte und überall anders vielleicht zumindest eine kompetentere Bearbeitung erfolgt wäre. Vielleicht - und hoffentlich!

SGB § 1 (2): "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."

Ja, in der Tat, auch das steht in SGB VIII und trotz dieser dortigen ausdrücklichen Wiederholung von Grundgesetz, Artikel 6, ist es offenbar machmal das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist - weder das des SGB, noch das, auf dem das Grundgesetz eben auch "Grundrechte" fixiert. (Der betroffene Unpapa hat übrigens das volle Sorgerecht - theoretisch. Praktisch erweist sich dies leider als geradezu zynische Farce.)

Mancher Sachbearbeiter liest hier wohl ausschließlich heraus, daß er "Wächter" ist, dem "Kompetenzen" zugeordnet werden und der den Eltern oder zumindest einem der Elternteile quasi "vorgesetzt", zumindest aber wenigstens "überlegen" ist - zur Not eben alleine aufgrund seiner "Funktion". Das aber ist FALSCH!

"Der Träger der öffentlichen Jugendhilfe ist kein gleichrangiger Erziehungsträger. Lediglich die Schule ist ein neben die Eltern tretender Erziehungsträger, wie aus Art. 7 GG folgt. Aus dem Erziehungsvorrang der Eltern ergibt sich, dass der öffentlichen Jugendhilfe eine lediglich dienende, instrumentale Funktion zukommt. Sie hat die Eltern zu unterstützen, zu ergänzen und nur in Notfällen zu ersetzen. Diese Nachrangigkeit der Jugendhilfe entspricht dem (gesellschaftspolitischen) Prinzip der Subsidiarität." (Quelle: http://www.sgbviii.de/S37.html)

Auch der Sachbearbeiter des Jugendamts hat nicht automatisch "Recht". Er wird nicht alleine durch seine Tätigkeit quasi selbst der "Übervater", der erzieherische und soziologische "Klugheit" gar mit "Erfolgsgarantie" exklusiv gepachtet hat und gegen den abweichende Einschätzungen eines Elternteils schlicht "unwürdig" sind und zurückzutreten haben, ja nicht einmal mehr "gefragt" sind. Kommt es zu solchen Situationen, dann darf und muß wohl gerade wegen seiner grundsätzlichen Ausbildung eher an der Gesprächs- und psychosozialen Kompetenz des Sachbearbeiters gezweifelt werden.

Auch das Jugendamt kann jedenfalls "irren" und es kann sogar falsche, zu seinem Auftrag kontraproduktive "Politik" betreiben. Es kann notwendige und sogar sich förmlich aufdrängende Maßnahmen und Hilfestellungen unterlassen und ggf. sogar gänzlich schädliche ergreifen. Selbst Anordungen des Gerichts sind dabei offenbar beliebig interpretationsfähig und können leicht erstmal ignoriert oder "ausgesessen" werden, weil immer wieder neu dagegen geklagt werden müßte (Spätestens das würde dann aber wohl als das Kindswohl "gefährdend" angesehen und würde den Klagegrunds paradoxerweise gleichzeitig rechtfertigen und aushebeln).

Alleine die Tatsache der Einschaltung des Jugendamtes, insbesondere die durch einen Elternteil, sowie die asymetrische Beziehung JA-Eltern ändert daran nichts!

Wenn in einer Firma ein externer Berater zugezogen, ein ergänzender Vorstandsposten neu geschaffen oder gar ein Vorstand wegen "Erfolglosigkeit" ersetzt wird, so heißt das nicht unbedingt, daß die gesamte bisherige Firmenpolitik falsch und von Unverstand oder gar Gedankenlosigkeit und Verantwortungslosigkeit geprägt war oder der ersetzte Vorstand tatsächlich gar die alleinige "Schuld" für die Erfolglosigkeit trägt (selbst dann nicht, wenn dies Belegschaftsmitglieder bei einer "Befragung" in der Kantine so bestätigen). Es heißt zudem erst Recht nicht, daß der Berater oder "neue" Vorstand automatisch "besser" ist und die Firma nun natürlich spontan aus dem Dilemma reißen kann. In der Praxis sind externer "Rat" oder eine Neubesetzung eben auch nur "Versuche" und können sich leider als geradezu tragische Fehlgriffe erweisen. Als ausgerechnet die Maßnahme, die letztlich erst eine Eskalation der Misere und das Herbeiführen des endgültigen Kollapses bewirkt.

Je arroganter und unzugänglicher sich da jemand selbst als der vermeintlich "allwissende" Retter präsentiert, je großspuriger dieser auf seine angebliche Kompetenz und "Erfahrung" sowie seine Überlegenheit der alten Führung gegenüber verweist (und deren scheinbares bisheriges "Versagen" als eigentlich alleinigen "Beleg" dafür anführt), desto eher besteht wohl berechtigter Verdacht, daß es sich ggf. auch nur um einen Scharlatan, einen Wichtigmacher handelt, der ohne übergroßes Verantwortungsbewußtsein im Zweifel auch mal schnell herumpfuscht, beifallsheischend und ohne die Konsequenzen für die Zukunft zu bedenken das Firmensilber verscherbelt, das Lob für die alleine deshalb gestiegene Liquidität mitnimmt, primär sein Gehalt davon bezahlt und dann aber, beim letztlich von ihm verursachten Ende der Firma, einfach geht und bei der "Schuldfrage" dann doch wieder bequem auf den alten Vorstand verweist.

Sollte da der Eine oder Andere Parallelen zum Jugendamt sehen?

Nein!!!? Wer will schon gegen das JA argumentieren, überhaupt dessen Kompetenz, die man als Unbedarfter ja durchaus geneigt ist diesem zuzugestehen, scheinbar "vorschnell" in Frage stellen und, um überhaupt "Wirkung" zu erzielen, gar klagen? Genau das wollte man hoffnungsvoll mit der Zuziehung des JA ja ggf. vermeiden! Klagt man aber nicht, hofft weiter auf die unterstellte Kompetenz des JA, und es läuft schief, dann ist zumindest wertvolle Zeit verstrichen und es ist ggf. zu spät! Gerade Zeit ist nämlich eines der wesentlichsten Kriterien (und entfremdende Elternteile haben das durchaus schon vorher begriffen und wissen dies zu nutzen!) Diese Zeit aber "verspielt" ggf. auch das Jugendamt und dies, dem persönlichen Eindruck des Verfassers nach, ohne sich deshalb zumindest zu große Gedanken zu machen, vielleicht sogar ohne sich überhaupt welche zu machen.

Im Falle des Unpapa-Autors wäre das Familiengericht von Vorneherein der richtige Ansprechpartner gewesen und so wäre dem JA wohl auch eher die Rolle zugekommen, für die es tatsächlich vorgesehen ist. Alles andere - so die Unpapa-Erfahrung - verleitet wohl fast automatisch zu Kompetenzanmassung und ggf. -überschreitung durch das Jugendamt.

Das Jugendamt ist kraft Gesetzes Anwalt des Kindes und hat ausschließlich für die Verwirklichung des Kindeswohls zu sorgen. Das ist vom gesetzgeberischen Ansatz her durchaus auch so in Ordnung, wird aber offenbar schnell mißinterpretiert. Aus der Forderung nach dem sog. "Kindeswohl" ergibt sich nicht automatisch die Forderung danach, dem Kind immer "Recht" zu geben, ihm und seinen Einschätzungen zumindest keinesfalls zu widersprechen, diese nicht einmal ernsthaft zu hinterfragen. Es ergibt sich nicht zwanghaft, daß man Kindern (vor allem 12- und 17-Jährigen!) nur jede "Unannehmlichkeit" und Auseinandersetzung mit der eigenen Situation und damit ggf. ganz generell mit einem Elternteil zu ersparen hat und sich deshalb auch als Jugendamt selbst eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem "alleinstehenden" Elternteil gleich ganz sparen kann.

Exakt dies könte umgekehrt sogar dem tatsächlichen Kindeswohl widersprechen, würde dann dem gesetzlichen Auftrag des Jugendamtes sogar entgegenlaufen. Aber einen Papa zu haben, ist für ein Kind aus Sicht des Jugendamts in dem Sinne scheinbar ja nicht von Wert und stellt Gott sei Dank wohl auch kein richtiges "Rechtsgut" dar. Und wenn ein "Papa" kein echtes "Rechtsgut" ist, dann ist es letztlich offenbar sogar belanglos, wenn man den Papa-Verlust nicht nur nicht verhindert, sondern dem sogar ohne Not noch selbst Vorschub leistet. Eine solche Schädigung des Kindes durch Unterlassen ist für ein Jugendamt trotz seiner aus dem "Wächteramt" abzuleitenden Garantenstellung i.S.v. § 13 StGB ja nicht strafbewehrt - zum Glück für das Jugendamt, zum Pech für die Kinder (auch wenn sie das selbst wohl erst später erkennen werden). Nach dem entfremdeten Elternteil fragt sowie kein Mensch.

Über ein ggf. arrogantes Verhalten des Jugendamtes muß man sich also nicht wirklich wundern. Es gibt nach SGB zwar auch eine elternadressierte Tätigkeit des Jugendamts (oder soll sie zumindest geben), diese kann aber leicht mit Hinweis auf das angebliche "Wohl des Kindes" und gerade bei einer falsch verstandenen, im Extremfall sogar argumentativ mißbräuchlich verwendeten "Ausschließlichkeit" grundsätzlich schnell "ausgehebelt" werden.

In den (in Bezug auf Jugendämter natürlich allesamt hypothetischen!) Fällen von Zeitmangel, Desinteresse, Verantwortungslosigkeit, Selbstüberschätzung, Inkompetenz, fehlender Neutralität, schlichter Schlampigkeit oder Unaufmerksamkeit, der Neigung den einfachen Weg zu begehen, Schilderungen nicht fachgerecht zu überprüfen, einmal gefaßte Urteile nicht zu hinterfragen, sich in keinem Fall selbst in Frage zu stellen, stellt ein letztlich vom Jugendamtsmitarbeiter ein ganzes stückweit selbstdefinierbares und damit wohl eben auch willkürliches "Kindeswohl" ggf. jedenfalls ein wahrhaft prächtiges Totschlagargument dar.

Geradezu perfide wird es dann, wenn nicht nur das Wissen um das "Kindswohl" quasi als Exklusivrecht des Jugendamts angesehen wird, sondern dem entfremdeten Elternteil dieses Kindswohl sogar als Motivation nicht ansatzweise zugebilligt wird. Dabei ist das Wohl des eigenen Kindes für ein Elternteil i.d.R. wohl wesentlich weniger "abstrakt", als es dies für Jugendamtsmitarbeiter schnell zu sein scheint. Vielleicht liegt dies ja daran, daß auch entfremdete Eltern ihre "Zuständigkeit" in jeder Beziehung etwas umfassender sehen, als ein primär problemverwaltendes Jugendamt (s.a.).

06.01.2011: Verdammt lang her
Songtext BAP: Verdammt lang her - (Youtube)

07.01.2011: Siebzehn Fragen
Songtext BAP: Sebbzehn Froore

08.01.2011: Unpapa-T-Shirt (Zoom)
Bei Interesse am Unpapa-T-Shirt Email an Unpapa.de

10.01.2011: Entfremder sind Mörder

Entfremder sind Mörder

Sie morden den Kindern die Papas (Mamas)
Sie morden den Papas (Mamas) die Kinder
Sie morden damit die Papas (Mamas)

Entfremder sind Mörder

Mörder der Kinder, die diese einmal waren
Mörder der Kinder, die diese einmal hätten werden können
Mörder der entfremdeten Elternteile

Entfremder sind Mörder

Mörder der gemeinsamen Zukunft
selbst Mörder der gemeinsamen Vergangenheit

Entfremder sind Mörder

Mörder der Liebe
Mörder des Vertrauens
Mörder der Hoffnung
Mörder der Wahrheit

Entfremder sind Mörder

Letztlich damit wohl auch Mörder ihrer selbst

Ein Mord lebendigen Leibes
jeden Tag
immer wieder
immer weiter
und immer mehr

11.01.2011: 5 Minuten

Kinder werden es wohl leider noch nicht verstehen oder, falls sie zwar eigentlich schon alt genug, aber eben selbst in der Situation gefangen sind, werden sie es gar nicht lesen und verstehen wollen. Tanten, Onkel sowie Freunde (der früheren Familie und/oder der Kinder) aber, die sollten mal wirklich 5 Minuten opfern und in den folgenden Link hineinlesen, Überschriften und Text überfliegen und sich hineindenken. "Ablehnen" und weglegen können sie immer noch und vom kurzen Anklicken würde keiner wissen! Vielleicht aber fällt ihnen etwas auf und lesen sie dann auch selbst weiter. Vielleicht dient es - so oder so - ein wenig dem Verständnis und könnten sie so auch wirklich irgendwie auf anderer Basis zu helfen versuchen. Den Kindern, dem entfremdeten Elternteil und sogar dem Entfremdenden. Vielleicht hätte die Hilfe ja sogar eine Chance.

LINKEMPFEHLUNG

Und so manchem Jugendamts- und Caritas-Mitarbeiter sei gesagt, daß, bevor man ablehnt und sich gar nicht damit auseinandersetzt, man zumindest wissen sollte, was drinsteht. Wenn PAS gar nicht zur Diskussion steht, dann wäre so mancher Unpapa ja letztlich sogar froh (u.a. weil dann vielleicht auch die düsteren Aussichten entfielen). Er ließe sich nur zu gerne aufzeigen, warum, wo und was bei ihm anders (und vielleicht "besser") sein soll. Es wäre schön, wenn die "Diskussion" eben nicht nur wegen Unwissen und Unlust ohne jegliches Argument entfiele.

11.01.2011, 21:28 : Aufgeben?

KARIN JÄCKEL (2001): Ein Vater gibt nicht auf. Die Geschichte eines gebrauchten Mannes (Rezension bei pappa.com)
Ein Vater gibt nicht auf. (Amazon.de mit Kundenrezensionen - "Ein Buch, das helfen kann, nicht aufzugeben")

"Sein Beispiel soll Ihnen Kraft geben, Mut machen, über die schwindenden Hoffnungen hinweg helfen. Viel Glück auf Ihren Weg! Herzlich, Karin Jäckel"

12.01.2011: Ersetzbar

Muore unpapa se ne fa un'altro. (Leicht abgewandeltes Sprichwort)
- Oder nicht einmal das: Es braucht keinen und um "tot" zu sein, muß man nicht einmal richtig sterben.

28.11.2011: Jugendämter

"So ruht das Jugendamt in sich selbst und sieht keine Veranlassung zur Selbstkritik. Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Amt sich für einen offensichtlichen Fehlgriff entschuldigt hätte. Es mangelt aber nicht nur an Sachkompetenz und demokratischer Legitimierung, sondern auch an pädagogischer Verantwortung. (...) Dies alles bedeutet, dass die Mitarbeiter der Ämter mehr dürfen **), als sie von ihrer persönlichen Qualifizierung her leisten können. [...] Wer sich daran gewöhnt, andere zu kontrollieren und ihren Lebensweg zu steuern, wird schließlich selbst daran glauben, dass er es auch wirklich kann, weil er es darf. Dies nenne ich den strukturellen Größenwahnsinn des Jugendamtes. Er führt zu einer chronischen Verwechslung von Amtskompetenz und Sachkompetenz.“ (Quelle, wie folgend benannt) - Und der, dem das Jugendamt "Recht" gibt, der wird sich kaum beklagen. Der wird gegenteilig sich selbst bestätigen, indem er dem Jugendamt überwältigende Fachkompetenz und Weisheit zuerkennt. Das Jugendamt wird ihn nicht korrigieren, sondern sich danach erst "Recht" auf seine Seite schlagen, weil derjenige damit ja nun wirklich eine "realistische" Einschätzung der Situation bewiesen hat. Die Katze beißt sich fortwährend in den Schwanz!

**): Es ist zu bezweifeln, daß sie das tatsächlich "dürfen" (s.a.). Dies wird wohl nur unterstellt, weil die vorherrschende Auslegung bisher so läuft, daß sie zumindest dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden. "Nicht bestraft werden" ist hinsichtlich der Legitimität aber aussagelos! Ein klein wenig andere "Auslegung", ein klein wenig mehr Mut der Gerichte und es sähe schnell ganz anders aus!

"Vertrauen braucht persönliches Engagement, Ehrlichkeit, Empathie und Transparenz von Seiten der Behördenmitarbeiter. Wenn das fehlt, hilft auch die beste Imagekampagne nichts." (Quelle: Innenansichten aus'm Amt - große Imagekampagne der Jugendämter in Deutschland)

28.11.2011: Von Mördern und Komplizen

Entfremder sind Mörder - und sie haben Komplizen. Das kann auch die sog. Rechtsprechung sein, die sich letztlich oft einen Teufel schert, wenn nur formal alles korrekt ist.

Nicht einmal das Erwachsenwerden der Kinder ändert an der traurigen Situation und der sich umgekehrt daraus ergebenden Hoffnungslosigkeit zwangsläufig etwas. Dafür sind die möglichen Einflußnahmen und Verdrängungsmechanismen doch zu stark. Warum sollten "Kinder" früher oder später "erkennen" und anerkennen, vielleicht "korrigieren", wenn es letztlich doch nicht einmal die Gesellschaft tut!?

Insofern gesellen sich zu den Mördern und Komplizen noch jede Menge Hilfeleistungs-Unterlasser, "Heraushalter", Ignoranten und sogar Schaulustige. Selbst die wenigen "Helfer" versuchen vielfach letztlich nicht wirklich "selbstlos" und konsequent tatsächlich zu "helfen", sondern schlagen sich bequem auf die "Gewinnerseite" oder geben schnell auf und wollen lieber nichts davon wissen. Oder sie erinnern eher an Strandräuber und Aasgeier! Wieder Andere "verwalten" nur und verweisen schnell bedauernd auf die Grenzen ihrer Möglichkeiten, die gerne mit der "Gesetzeslage" entschuldigt werden. Selbst die eigentlichen "Hauptbetroffenen", die Kinder, sind sich ihrer Opferrolle oft gar nicht bewußt, sind in der Situation zu stark gefangen oder entwickeln ein Stockholm-Syndrom, smpathisieren und kooperieren u.U. schließlich sogar mit dem Täter.

Mitgefühl oder auch nur ein gewisses Verständnis für die anderen, die erwachsenen Opfer, die schnell als "untergeordnet" angesehen oder schlicht gänzlich geleugnet werden, gibt es so häufig nicht einmal von den Kindern. Die entfremdeten Elternteile sowie Omas und Opas werden, weil erwachsen, über durchaus zweifelhafte Erwartung von "political Correctness" sogar noch weitgehend der "Chance" eines eigenen "Opfer-Outings" beraubt, damit sich die schon von den "Opfer-Kindern" überforderte Gesellschaft nur ja keinen weiteren "Opfer" gegenüber sehen muß.

Wer dennoch seine Macht- und teilweise Hilflosigkeit offen eingesteht, dem wird spätestens dadurch jeder "Gewinn-" und überhaupt Mitgestaltungsanspruch abgesprochen und dem wird parallel sogar vorwurfsvoll die alleinige Verantwortung für sein Verlieren und "Versagen" zugeschoben. Die Gesellschaft erwartet schon irgendwie ein "Kämpfen", dies aber gleichzeitig möglichst "kampf-" und "lautlos" sowie "konfliktfrei". Letztlich dient es wohl oft nur dem Zweck, nicht zugeben zu müssen, daß es Opfer, Verlierer gibt. Solange einerseits noch jemand "kämpft" und nicht hoffnungslos schlicht aufgibt, man andererseits aber bequemerweise keinerlei "Kampfgetümmel" vernimmt, kann sich die Gesellschaft ihre eigene Mitverantwortung und Notwendigkeit von Änderungen bequemer kleinreden und selbstzufrieden schlicht weiter nichts tun.

Für bereits betroffene Kinder ist es letztlich leider oft "zu spät". Man kann kaum mehr etwas ändern - und speziell aus der eigenen Opferrolle heraus ist es praktisch fast unmöglich. Die Kinder wollen es ggf. nicht einmal und leiden ggf. darunter. Daraus leitet sich eine zusätzliche Hoffnungslosigkeit ab.

"Motivation" für den erwarteten "Kampf" können betroffene Kinder so kaum sein. Noch nicht Betroffene "potentielle Opfer" - Kinder, wie Erwachsene! - vor ähnlichen Schicksalen bewahren zu helfen, DAS ist Motivation! UND die Mörder! Auch deretwegen darf man sich nicht unterkriegen lassen! Die dürfen so nicht auch in Zukunft immer weiter damit durchkommen! Das wäre Bestätigung der Mörder selbst sowie ihrer Verhöhnung der Opfer, eine "Einladung" an neue "Täter" sowie ein "kampfloses" Akzeptieren künftiger neuer Opfer.

März 2012: Mord verjährt nicht

Mord verjährt nicht. Mord verjährt auch dann nicht, wenn der Mörder möchte, daß niemand Zeit mit ihm "verschwendet", weil ihm wohl schon der Gedanke den ungestörten Genuß der "Beute" vermiest.

Entfremder sind Mörder!

April 2012: PAS ins StGB!

Entfremder sind Mörder! PAS ins Strafgesetzbuch!

Damit wären automatisch andere Richter und andere Verfahrensabläufe zwingend. Paradoxerweise hätte selbst der Täter damit dann mehr Rechte, also nach heutigen Regelungen und heutiger Praxis die Opfer haben. Es ginge aber vielleicht überhaupt wenigstens auch um "Recht" - und das wird heute keineswegs "zugunsten der Kinder" zurückgestellt!

Wenn das behaup0tet wird, so ist das letztlich Zynismus und/oder Realitätsignoranz.

Fragt man bspw. sklavenhaft beschäftigte Arbeiter oder Kinderarbeiter oder gar Kindersoldaten danach, ob sie denn "freiwillig" beschäftigt wären und letztlich froh darüber seien, so werden sie aus ihrer aktuellen Lebenssituation heraus dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bejahen. Dennoch käme keiner auf die Idee genau die Lebensumstände "zugunsten der Arbeiter/Kinder" zu zemetieren und gar den Ausbeuter oder Warlord noch ob seines Engagements zu loben und zu hofieren.

Erst mit Abstand werden auch die Kinder ihre eigene Rolle erkennen und richtiger beurteilen können. Haben sie keine Chance dazu, dann werden sie sich arrangieren und ggf. sogar ein Stockholm-Syndrom entwickeln. Spräche spätestens ein Stockholm-Sydrom den Täter von jeder Schuld frei? Wäre es Grund den "Entführten" endgültig aufzugeben, weil er es ja "nun selbst so will"!? Oder wäre all das geselschaftlich nur wilkommene Ausrede, um selbst weiter nichts tun zu müssen, nicht einmal Stellung beziehen zu brauchen und sich weiter bequem in einem Heile-Welt-Gefühl zu ahlen (- bis es einen ggf. selbst erwischt!)?

04.11.2012: Der kleine Unterschied

Was ist der Unterschied zwischen ihnen und mir?

Ich habe bei ihnen keine Chance
- und weiß noch nicht einmal warum.

Sie,
sie haben alle Chancen bei mir
- dennoch!

Alleine schon deshalb,
weil sie meine Kinder sind.

Daß ich der Vater bin,
scheint keinerlei Bedeutung mehr zu haben,
außer just derselben:
sie haben alle Chancen.

Chancen aber kann man nur geben,
nicht auch noch für Andere selbst nutzen.

Fast paradox:

Man kann Chancen geben,
obwohl man keine hat.


Unpapa-Blog 2010

Unpapa-Home